Praxisnahes Lernen

Praxisnahes Lernen

Praxisnahes Lernen, auch erfahrungsbasiertes Lernen genannt, bedeutet, dass Menschen aktiv mit einem Tool oder Produkt arbeiten. Sie können sich praktisch einbringen, statt nur Anweisungen zu erhalten oder sich auf Theorie zu verlassen. Da Menschen direkt mit dem Tool interagieren, lernen sie aus erster Hand, wie es zu verwenden ist.

  • In Workshops erhalten die Teilnehmenden Anweisungen und probieren diese anschließend in Echtzeit aus.
  • Simulationen bieten einen sicheren Rahmen, in dem Menschen den Umgang mit einem Tool in fiktiven Szenarien üben können.
  • Training am Arbeitsplatz ermöglicht es, das Gelernte sofort auf alltägliche Aufgaben anzuwenden.

Praxisnahes Lernen kann zu einem tieferen Verständnis führen. Menschen erinnern sich eher an das, was sie gelernt haben. Dadurch können sie sich schneller an sich ständig verändernde digitale Umgebungen anpassen.

Was sind die wichtigsten Merkmale des praxisnahen Lernens?

die wichtigsten Merkmale des praxisnahen Lernens

Praxisnahes Lernen hat viele charakteristische Merkmale, die es hervorheben. Das gilt insbesondere für die digitale Welt, in der Menschen mit der sich weiterentwickelnden Technologie Schritt halten müssen. Es ist ein dynamischer und immersiver Bildungsansatz. Menschen können aktiv mitwirken, praktische Fähigkeiten entwickeln und ein Konzept auf sinnvollere Weise verstehen. Sehen wir uns genauer an, was erfahrungsbasiertes Lernen umfasst:

Aktive Teilnahme

Lernende führen Aktivitäten, Übungen oder Experimente durch, um zu lernen, statt nur zuzuhören.

Anwendung in der Praxis

Praxisnahes Lernen bildet häufig reale Situationen nach, damit Menschen das Gelernte im echten Leben anwenden können.

Problemlösung und kritisches Denken

Praxisnahes Lernen hilft Menschen, Probleme zu lösen, Entscheidungen zu treffen und sorgfältig nachzudenken – und stärkt so ihre Denkfähigkeiten.

Direkte Interaktion

Menschen interagieren direkt mit dem, worüber sie lernen. So erhalten sie sofort Feedback und können Anpassungen vornehmen.

Engagement und Motivation

Wenn Menschen mitmachen und Lernen direkt erleben, steigt ihr Interesse und ihre Begeisterung fürs Lernen.

Zusammenarbeit und Kommunikation

Praxisnahe Aufgaben beinhalten häufig die Zusammenarbeit mit anderen, was Teamwork, Kommunikation und zwischenmenschliche Beziehungen verbessern kann.

Praxisnahes Lernen vs. Frontalunterricht

  • Beim praxisnahen Lernen geht es darum, aktiv zu handeln und mit neuen Technologien oder Systemen zu üben.
  • Beim Frontalunterricht geht es eher darum, zuzuhören und Informationen von jemandem zu erhalten, der Dinge erklärt.

Lassen Sie uns dies genauer betrachten:

Praxisnahes Lernen Frontalunterricht
Definition Nutzung neuer Technologien oder Systeme durch praktische Aktivitäten, Simulationen oder Aufgaben aus der Praxis. Mitarbeitende lernen durch Tun statt nur durch Zuhören. Jemand erklärt oder vermittelt Mitarbeitenden neue Technologien oder Systeme. Üblicherweise wird gesprochen oder es werden Folien gezeigt, um Informationen zu teilen.
Fokus Lernen durch Tun und Üben mit neuen Technologien oder Systemen. Es hilft Mitarbeitenden, im Job besser damit umzugehen. Vermittlung von Informationen über neue Technologien oder Systeme. Mitarbeitende hören zu und lernen, können aber möglicherweise nicht sofort praktisch üben.
Techniken Workshops, Simulationen oder Training am Arbeitsplatz. Mitarbeitende können neue Technologien oder Systeme ausprobieren und durch Tun lernen. Präsentationen, Videos oder schriftliche Materialien. Mitarbeitende hören zu oder lesen, um zu verstehen, wie neue Technologien oder Systeme funktionieren.
Ziele Mitarbeitenden dabei zu helfen, den Umgang mit neuen Technologien oder Systemen im Job zu verbessern. Sie lernen, indem sie selbst üben und Dinge tun. Mitarbeitenden Informationen über neue Technologien oder Systeme zu geben, damit sie verstehen, wie sie funktionieren. Das hilft, sich mit den Grundlagen vertraut zu machen, bevor sie sie nutzen.
Anwendungsbeispiele Einsatz in betrieblichen Trainingsprogrammen, um Mitarbeitenden beizubringen, wie sie neue Software oder Systeme verwenden. Beispielsweise besuchen Mitarbeitende Workshops, um den Umgang mit einem neuen Kundenmanagementsystem zu üben. Findet in Meetings oder Trainings statt, in denen eine Expertin oder ein Experte erklärt, wie neue Technologien oder Systeme zu nutzen sind. Beispielsweise könnte eine IT-Fachkraft eine Präsentation zu den Funktionen eines neuen Software-Tools halten.
Definition

Nutzung neuer Technologien oder Systeme durch praktische Aktivitäten, Simulationen oder Aufgaben aus der Praxis. Mitarbeitende lernen durch Tun statt nur durch Zuhören.

Fokus

Lernen durch Tun und Üben mit neuen Technologien oder Systemen. Es hilft Mitarbeitenden, im Job besser damit umzugehen.

Techniken

Workshops, Simulationen oder Training am Arbeitsplatz. Mitarbeitende können neue Technologien oder Systeme ausprobieren und durch Tun lernen.

Ziele

Mitarbeitenden dabei zu helfen, den Umgang mit neuen Technologien oder Systemen im Job zu verbessern. Sie lernen, indem sie selbst üben und Dinge tun.

Anwendungsbeispiele

Einsatz in betrieblichen Trainingsprogrammen, um Mitarbeitenden beizubringen, wie sie neue Software oder Systeme verwenden. Beispielsweise besuchen Mitarbeitende Workshops, um den Umgang mit einem neuen Kundenmanagementsystem zu üben.

Definition

Jemand erklärt oder vermittelt Mitarbeitenden neue Technologien oder Systeme. Üblicherweise wird gesprochen oder es werden Folien gezeigt, um Informationen zu teilen.

Fokus

Vermittlung von Informationen über neue Technologien oder Systeme. Mitarbeitende hören zu und lernen, können aber möglicherweise nicht sofort praktisch üben.

Techniken

Präsentationen, Videos oder schriftliche Materialien. Mitarbeitende hören zu oder lesen, um zu verstehen, wie neue Technologien oder Systeme funktionieren.

Ziele

Mitarbeitenden Informationen über neue Technologien oder Systeme zu geben, damit sie verstehen, wie sie funktionieren. Das hilft, sich mit den Grundlagen vertraut zu machen, bevor sie sie nutzen.

Anwendungsbeispiele

Findet in Meetings oder Trainings statt, in denen eine Expertin oder ein Experte erklärt, wie neue Technologien oder Systeme zu nutzen sind. Beispielsweise könnte eine IT-Fachkraft eine Präsentation zu den Funktionen eines neuen Software-Tools halten.

Anwendungsfälle für praxisnahes Lernen

Anwendungsfälle für praxisnahes Lernen

Praxisnahes Lernen ist in vielen unterschiedlichen Geschäftssituationen hilfreich. In Software-Trainingsworkshops üben Mitarbeitende den Umgang mit neuer Software und lernen, wie sie für bestimmte Aufgaben funktioniert. In Simulationsübungen trainieren Customer-Service-Teams den Umgang mit verschiedenen Situationen, verbessern die Kommunikation mit Kundinnen und Kunden und lösen Probleme. Beim Training am Arbeitsplatz lernen neue Mitarbeitende durch das Ausführen von Aufgaben gemeinsam mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen und gewinnen mehr Sicherheit im Job. Sehen wir uns jedes dieser Beispiele genauer an:

Software-Trainingsworkshops

  • Mitarbeitende nehmen an Workshops teil, die darauf ausgelegt sind, ihnen den Umgang mit neuer Software beizubringen.
  • Die Workshops beinhalten praktische Übungen. Mitarbeitende können die Benutzeroberfläche während der Session nutzen.
  • Sie können neue Features und Funktionen in Echtzeit ausprobieren – mit Unterstützung, falls sie diese benötigen.
  • Mitarbeitende machen sich mit der Software vertraut und sammeln praktische Erfahrung bei der Nutzung für spezifische Aufgaben.

Simulationsübungen

  • Customer-Service-Teams nehmen an Simulationen teil, um zu lernen, wie sie verschiedene Anfragen und Situationen bearbeiten.
  • Teammitglieder übernehmen Rollenspiele sowohl als Kundinnen und Kunden als auch als Service-Mitarbeitende.
  • Sie üben Kommunikationstechniken und Problemlösungsstrategien.
  • Mitarbeitende lernen, effektiv zuzuhören, die passende Unterstützung zu bieten und die richtige Software zur Steuerung der Interaktion zu nutzen.
  • Sie fühlen sich sicherer und besser vorbereitet, ähnliche Situationen im echten Leben zu bewältigen.

Training am Arbeitsplatz

  • Neue Mitarbeitende in einem Fertigungsunternehmen lernen beim Training am Arbeitsplatz alle Details zur Bedienung von Anlagen und Geräten.
  • Sie lernen außerdem die richtigen Sicherheitsprotokolle kennen.
  • Die neuen Mitarbeitenden arbeiten eng mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen zusammen, die sie durch die Aufgaben und Abläufe führen, die sie ausführen werden.
  • Die Neuen entwickeln die benötigten Fähigkeiten durch praktische Erfahrung und Anleitung.
  • Sie fühlen sich außerdem sicherer bei der Erfüllung ihrer Aufgaben.

Welche Vorteile hat praxisnahes Lernen?

Praxisnahes Lernen bietet viele Vorteile. Durch die Teilnahme an praktischen Aktivitäten können Menschen ein tieferes Verständnis entwickeln und wertvolle Fähigkeiten erlernen. Dadurch werden sie sicherer und schneiden in realen Situationen besser ab. Sehen wir uns genauer an, wie praxisnahes Lernen helfen kann:

Aktive Beteiligung

Praxisnahes Lernen bedeutet, dass Sie Dinge tun – nicht nur zuhören. Das hilft Ihnen, besser zu verstehen und sich mehr zu merken.

Kompetenzentwicklung

Praxisnahes Lernen hilft Ihnen, Probleme zu lösen und praktisch zu arbeiten. Das sind wichtige Fähigkeiten für viele Berufe.

Personalisiertes Lernen

Sie können in Ihrem eigenen Tempo lernen und sich auf das konzentrieren, was Sie wissen müssen.

Stärkt das Selbstvertrauen

Wenn Sie üben und in etwas besser werden, fühlen Sie sich sicherer.

Fördert Zusammenarbeit

Praktische Aktivitäten bedeuten oft, mit anderen zusammenzuarbeiten – das hilft Ihnen, Kooperation zu lernen.

Praktische Erfahrung

Sie können Dinge selbst ausprobieren, z. B. Tools oder Software nutzen. Das ist wie Übung für die Praxis.

Höhere Motivation

Dinge selbst zu tun kann Lernen interessanter machen und Ihr Interesse aufrechterhalten.

Besseres Erinnerungsvermögen

Dinge selbst zu tun hilft Ihnen, sich daran zu erinnern, weil Sie aktiv beteiligt sind.

Fördert Kreativität

Neue Dinge auszuprobieren und Probleme zu lösen kann Ihre Vorstellungskraft stärken und Ihnen helfen, neue Ideen zu entwickeln.

Welche Herausforderungen gibt es beim praxisnahen Lernen?

Sehen wir uns die Probleme an, die mit praxisnahem Lernen verbunden sein können. Trotz vieler Vorteile sollten auch die Herausforderungen berücksichtigt werden. Diese Schwierigkeiten können Strategien für praxisnahes Lernen weniger wirksam machen und die Umsetzung komplexer gestalten. Hier ein genauerer Blick auf die Herausforderungen:

Begrenzte Ressourcen

Manchmal steht nicht die passende Ausrüstung für praxisnahes Lernen zur Verfügung.

Zeitliche Einschränkungen

Praktische Aktivitäten benötigen mehr Zeit für Vorbereitung und Durchführung, was sich schwer in Zeitpläne integrieren lässt.

Sicherheitsbedenken

Praktisches Arbeiten kann Risiken bergen. Daher ist es wichtig, vorsichtig zu sein und Sicherheitsregeln einzuhalten.

Individuelle Unterschiede

Nicht alle lernen auf die gleiche Weise, daher kann es schwierig sein, praktische Aktivitäten für alle passend zu gestalten.

Schwierige Bewertung

Zu beurteilen, ob praxisnahes Lernen wirklich funktioniert, kann schwierig sein, weil sich nicht immer leicht messen lässt, wie viel jemand gelernt hat.

Wie können DAPs praxisnahes Lernen unterstützen?

Digital Adoption Platforms (DAPs) wirken möglicherweise nicht wie die passende Lösung für praxisnahes Lernen, das häufig physische Aktivitäten umfasst. Dennoch können DAPs in diesen Situationen aus vielen Gründen sehr hilfreich sein. So können Mitarbeitende, die eine neue Software lernen, während der Arbeit kurze Videos ansehen oder hilfreiche Tipps lesen. Dadurch können sie ein Feature erlernen oder ein Problem lösen, ohne ihre Arbeit zu unterbrechen, um Hilfe zu erbitten. Außerdem können DAPs den Fortschritt beim Erlernen eines neuen Produkts oder Services nachverfolgen. Diese Daten können dann genutzt werden, um die Hauptprobleme zu erkennen und praxisnahes Lernen weiter zu verbessern. Hier ein detaillierterer Blick darauf, wie DAPs praxisnahes Lernen unterstützen können.

Kontextbezogene Anleitung

Kontextbezogene Anleitung, auch In-App-Anleitung genannt, bedeutet, Hilfe genau dort bereitzustellen, wo eine Nutzerin oder ein Nutzer arbeitet. Eine DAP kann Pop-up-Anleitungen, kurze Videos oder interaktive Flows bereitstellen. Diese liefern detaillierte Informationen oder Anweisungen genau in dem Moment, in dem sie benötigt werden.

Wie kann WalkMe helfen? Smart Walk-Thrus: WalkMe erstellt geführte Walkthroughs, die Lernenden helfen zu verstehen, was sie tun müssen. Diese Walkthroughs bieten visuelle Hinweise und können direkt auf die Software angewendet werden, die für die praktische Aktivität genutzt wird. Lernende, die wissen, wo sie in jedem Schritt klicken oder interagieren müssen, sind weniger verwirrt und frustriert. Hotspots: Mit WalkMe können Hotspots in bestimmten Bereichen einer Oberfläche erstellt werden. Wenn eine Nutzerin oder ein Nutzer auf einen Hotspot klickt, wird eine Pop-up-Erklärung, ein Bild oder ein kurzes Video ausgelöst. So erhalten Nutzende Informationen zu den Schritten, die sie gerade ausführen. Dadurch verstehen sie, warum sie es tun – nicht nur, wie der Schritt abgeschlossen wird.

Interaktives Lernen

Interaktives Lernen findet statt, wenn Lernende mit Quizfragen, Umfragen, Drag-and-drop-Übungen und ähnlichen Aktivitäten interagieren. So verstehen sie einen Prozess und merken ihn sich leichter. Mit einer DAP lassen sich diese Lernformen als Overlay auf eine Plattform legen.

Wie kann WalkMe helfen? Interaktive Elemente: WalkMe bietet Funktionen wie Quizfragen innerhalb von Guides oder Umfragen, um Lernen interaktiver zu gestalten. Beispielsweise kann die DAP nach einem Schritt pausieren und einer lernenden Person eine Frage stellen. Das festigt wichtige Informationen und prüft das Verständnis, bevor die Person fortfährt.

Vertonte Walkthroughs

Nicht alle lernen auf die gleiche Weise. DAPs unterstützen unterschiedliche Lerntypen. Für auditiv orientierte Lernende können vertonte Walkthroughs gut funktionieren. DAPs können Walkthroughs oder Anleitungen mit Sprachkommentar bereitstellen.

Wie kann WalkMe helfen? Bildschirmaufzeichnung mit Voiceovers: WalkMe ermöglicht die Aufzeichnung von Walkthroughs mit Voiceovers. Das kann besonders bei komplexen praktischen Aufgaben hilfreich sein. Eine detaillierte Erzählung wird zusammen mit visuellen Elementen bereitgestellt, um das Verständnis zu unterstützen.

Erfolgsgeschichten mit praxisnahem Lernen

WalkMe hat vielen Unternehmen geholfen, praxisnahe Lernumgebungen einzuführen und den Bedarf an traditionellem Training zu reduzieren. Hier ist ein Beispiel:

Robert Half x WalkMe

Als Robert Half sich entschied, von Salesforce Classic zu Lightning zu migrieren, wollten sie sicherstellen, dass ihre Mitarbeitenden mit minimalen Ausfallzeiten direkt im Job lernen können. Sie entschieden sich für die Zusammenarbeit mit WalkMe, um Coaching direkt am Arbeitsplatz auszurollen, das jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter befähigt, erfolgreicher zu sein. Mitarbeitende können einen Smart Walk-Thru aktivieren, um innerhalb der Plattform einen Prozess zu erlernen und Antworten auf ihre Probleme zu erhalten, ohne das Support-Team zu kontaktieren. Mit diesem neuen, praxisnahen Lernansatz hat Robert Half über 10.000 Personen in 18 Ländern in Echtzeit gecoacht.

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